SONETTE
AUS DEM ITALIENISCHEN
VON TORSTEN SCHWANKE
I
Komm, vögle uns, mein Geist, und säume nicht,
Denn nur zum Ficken sind wir fleischgeboren.
Wer sich dem stolzen Schwanz hat ganz verschworen,
Der weiß, dass ohne ihn die Welt zerbricht.
Wär’ Ficken nach dem Tode uns noch Pflicht,
Rief ich: „Ihr Fotzen, eh wir ganz verloren!“
So wie sich Eva, Adam neu erkoren,
Da sie das Sterben sahen im Gericht.
Zwar ist es wahr, dass jene bösen Wichte,
Weil sie die Frucht der Tücke frech genossen,
Der Liebenden Verband gar oft zertrennt;
Doch schweig und halte meinen Schwanz im Lichte
An mein Genick, das Herze fest umschlossen,
Bis dass die Seele stirbt und mich verbrennt.
Halt meine Eier sanft in deiner Hand,
Dass keine Lust als Zeuge wird verbannt.
II
Steck mir den Finger in den Arsch, mein Alter,
Und schiebe deinen Schwanz nur sacht hinein;
Heb hoch das Bein, es muss ein Spielchen sein,
Das namenlos verbleibt im Liebeshalter.
Bei meinem Glauben, das ist bester Brocken,
Wie fettes Brot, das nah am Feuer brät!
Und wenn es dich reut, weil es schon zu spät,
Wechsle den Ort, hier bleibt kein Auge trocken.
Erst in die Muschi atme ich dich ein,
Dann in den Arsch, so wird der Schwanz uns laben,
Dass du und ich im Glück uns ganz verzehren.
Wer hier als Meister meint, er müsse lehren,
Ist nur ein Narr, der seine Zeit vertreibt,
Wenn er das Ficken nicht im Blute treibt.
Du stirbst im Schloss, als Höfling stolz und bleich,
Ich aber will die Fotze nur im Reich.
III
Ich will dies Ficken, keinen Schatz der Erden,
Denn dieses Werk nur kann mich glücklich machen!
Ein Kaiserschwanz erregt die süßesten Sachen,
Kein goldner Brunnen kann ihm gleicher werden.
O weh, mein Schwanz, hilf mir, dass ich vergehe,
Und finde in der Matrix wohl dwn Spalt!
Am Ende bricht ein kleines Schwänzchen mit Gewalt,
Wenn ich vor Anstand stumm im Wege stehe.
Mein Weib, du sprichst die Wahrheit unumwunden:
Wer kleinen Schwanzes in die Muschi bricht,
Verdient nur kaltes Wasser im Gesicht.
Wer wenig hat, soll Arsch-Fick fleißig treiben;
Doch wer ihn stolz und gnadenlos gefunden,
Soll stets im Schoß der weichen Fotze bleiben.
Wir lieben Schwänze so, in wilder Glut,
Dass selbst der höchste Turm im Staube ruht.
IV
Leg dieses Bein auf meine Schulter nieder,
Nimm meine Hand von meinem steifen Glied.
Ob hart, ob weich – schau, was im Bett geschieht,
Wenn ich den Hintern drücke vor und wieder!
Und zieh ich je den Schwanz aus deinen Spalten,
Schilt mich ein Schandmaul und Verkrüppelten;
Ich kenn den Anus von den Lippen, den
Zwei Welten trennen, wie es Rösser halten.
Ich nehme nie die Hand von meinem Schafte;
Und willst du’s nicht, so geh mit Gott von hinnen,
Wer diesen Wahnsinn flieht, der mag wohl gehn.
Ich weiche nicht, mein Fräulein, von den Sinnen,
Von solchem Schwatz, aus dem ich Mut erschaffte,
Um vor des Königs Frankreichs Tor zu stehn.
V
Weil ich so feierlich den Schwanz jetzt spüre,
Der über meine Fotze spritzt im Saft,
Wünscht' ich, ich wäre Muschi voller Kraft,
Dass eure Geilheit mich komplett berühre.
Denn wär' ich Fotze nur und du am Werke,
So wärst du Muschi auch für kurze Zeit;
Dann hättest du im Schoß das Lustgeleit,
Das sonst des Schwanzes eigne Wollust stärke.
Doch da wir weder ganz zur Fotze taugen,
Noch ganz zu Scheiße werden auf der Welt,
So nimm den guten Willen, der uns drängt.
Nimm meines kleinen Schwanzes Geistesflug,
Senk deine Fotze, die mir wohlgefällt,
Damit mein Glied sich hoch in dich verfängt.
VI
Du hast im Rücken meinen Schwanz verspürt,
Siehst mich im Arsch, ich seh dich, wie du bist;
Du nennst mich dumm, weil hier die Hand vergisst,
Dass sie den Fuß und nicht den Hintern rührt.
Doch wenn du glaubst, dass diese Art verdammt ist,
Bist du ein Tier, dem Schmerz wird nicht getan;
Du sitzt doch besser hier auf meiner Bahn,
Wenn deine Brust an meine Brust gerammt ist.
Ich möcht’ dich ficken per Konzept und Briefen,
Und deiner Mutter viele Grüße senden,
Mit Fingern und dem Schwanz in tiefen Zügen.
Du wirst im Endlosen vor Lust erbeben;
Es kratzt sich süßer als bei stolzen Frauen,
Gräfinnen, Königinnen, tief im Leben.
Du wirst mir sagen, wenn die Säfte liefen,
Dass ich ein Meister bin auf diesen Wegen.
VII
Wo hast du mich getroffen? Sprich den Segen!
War es von hinten oder an der Front?
Ich will es wissen, denn ich bin’s gewohnt,
Dass ich dich dauern muss auf meinen Wegen.
Madonna, nein! Die Fotze gibt dem Glied
So reiche Lust, dass dir fast nichts verbleibt.
Doch was ich wirke, wenn es uns treibt,
Ist nicht, was bei Marien-Mönchen gschieht.
Dass du im Arsch den ganzen Schwanz begehrst,
Wie es die weisen Männer gerne treiben,
Erfreut mich sehr, tu, was dir wohlgefällt.
Nimm ihn per Hand, dass du ihn mir einfährst:
Damit wir nützlich für den Körper bleiben,
Der sonst als kranker Knecht in Scherben fällt.
Ich spüre diese Freude sondergleichen,
Wenn deine Hände mir das Glied erweichen.
VIII
Es wäre Wahnsinn und ein großes Sünden,
Wenn ich dich jetzt im Geilen ficken will,
Und hätt’ im Schoß den Schwanz und schwiege still,
Um mich im Hungern wieder einzufinden.
Mein Stammbaum mag in meinem Fleische enden!
Denn ich will hinten ficken dich, ja oft!
Weil diese Runde, die man sich erhofft,
Süßer als edler Wein in durst’gen Händen.
Vögle mich nur und tu, was dir gefällt,
Ob Muschi oder Arsch, es ist mir gleich,
Wo du dein Geilstes zur Vollendung bringst.
Im Schoß bin ich bereit, im Arsch brennt’s reich;
Kein Esel, Ochs noch Maultier dieser Welt
Hat einen Schwanz, den du nicht tief verschlingst.
Du redest mir im Stoß altmodisch ein,
Auch hinterm Freund ein echter Freund zu sein.
IX
Das ist ein schöner, langer, dicker Schwanz!
Ah, wenn du ihn besitzt, mein Schatz, so zeig!
Wir wollen sehn, ob sich die Fotze neigt,
Ihn ganz zu halten im verliebten Tanz.
Wie, ob ich’s versuchen will? Ob ich es kann?
Lieber als Essen und als kühler Trank!
Doch wenn ich lieg, bricht dich mein Übergang,
Ich tu dir weh! – Du denkst an deinen Mann?
Wirf dich ins Bett, komm in den Raum herbei
Hingestreckt über mir! Wär' ich Orlando,
Ein Riese gar, ich nähm’ mir meine Lust,
Solang du rührst mein Mark im wilden Stoß
Mit diesem Gottesschwanz im Liebesbando,
Der mir den Husten heilt in meiner Brust.
Öffne den Bauch mir gut und mach dich frei,
Kein Weib sah man so schön im Prunkkleid sei.
X
Ich will es in dem Loch! Du musst verzeihen! –
O Donna, nein, die Sünde meide ich!
Das ist ein Prälaten-Essen, das für dich
Und mich den edlen Geschmack wird nie entweihen.
Ah, stell ihn hierhin! – Nein, das tu ich nicht! –
Doch, du wirst! – Da? Wo man es nicht mehr nennt?
Id est: in Muschi? – Ja, weil der Schwanz dort brennt,
Doch hinten dankbarer als vorne ficht.
Ich will von dir den besten Rat erfahren,
Der Schwanz ist dein; und wenn es dir gefällt,
Musst du befehlen, wie der Teufel spricht.
Ich nehm’ es an, mein Lieber: Ohne Spucken
Schieb auf und ab, bis uns die Wollust hält.
Oh guter Kumpel, heil’ger Scheißgesicht!
Zieh alles aus! – Ich tat’s mit freiem Rucken,
Und läg’ so gern ein Jahr in diesen Gluten.
XI
Öffne die Schenkel, dass ich ganz genau
Dein Antlitz, Fotze und den Arsch beschaue;
Den Arsch, nach dem ich voller Gier mich staue,
Die Muschi, die das Herz macht weich und lau.
Während ich mich nach deiner Pracht verzehre,
Kommt mir die Lust, dich heftig zu verführen;
Er scheint mir schöner als Narziss zu spüren
Im Spiegel, den mein Schwanz hält dir zur Ehre.
An Brüste, Brüste auf dem Bett, im Raume!
Ich seh dich, Schlampe! Und ich mach mich auf,
Dass ich die Rippen deines Leibes breche.
Ich bin ein altes Weib im geilen Traume,
Und stieg’ für diesen Lauf im Liebesrausche
Wohl in den Brunnen ohne Kübel-Schwäche.
Kein Blumenfreund fand je so edlen Hahn,
Wie ich ihn schau, wenn ich mich wälz’ im Wahn.
XII
Mars, dieser Sessel sei verdammt, ihr Leut’!
Ein echtes Weib geht niemals unter hier;
Er vögelt Venus blind nicht im Visier,
Nein, voller Wut und ohne Achtsamkeit.
Ich bin nicht Mars, bin Herkules Romana,
Und ficke so, dass Angelika brennt;
Und wär’ Rebekka hier im Fundament,
Spielt’ ich ein Lied dir, geiler als Susanna.
Und du, Madonna, süßes Eheweib,
Mit deiner schönen Fotze, schlag das Glied
Dir in den Arsch und drücke heftig zu.
– Herr, ja! Ich will es tun mit meinem Leib,
Mich suhlen, ficken, wie es uns geschieht,
In deinen Armen, ganz in wilder Ruh.
Amor ist mein Knab’, der nach Waffen schaut,
Dass er sie der Porneia gläubig weiht.
XIII
Gib mir die Zunge, stemm die Füß’ zur Wand,
Drück deine Schenkel, halte mich ganz fest!
Lass mich aufs Bett, wo man uns ficken lässt,
Nichts andres gilt im geilen Unverstand.
Zum Teufel, Verräter! Welch ein harter Stamm!
In meine Muschi streust du süßen Tand!
Nimm ihn im Arsch doch eines Tages an,
Ich mach ihn sauber, wie man’s halten kann.
– Ich danke dir, o Laura, liebe Maid,
Ich will dir dienen; drücke nur geschwind,
Gleich jener Bäckerin im Liebesstreit.
Wann wirst du’s tun? Soll es nun gleich geschehn?
– Jetzt! Küss mich mit der Zunge wie ein Kind.
Ich sterbe! – Ich auch, lass uns untergehn!
Nun wirst du’s schaffen! – Jetzt, mein Herr, ich weiche,
Nun bin ich fertig. Ach, dass ich dich hasse!
XIV
Zieh nicht die Sehne, Amor, du verflucht!
Halt ein den Flug der Pfeile voller Gift;
Weil meine Lust nur ihre Fotze trifft,
Nicht ihren Arsch, den meine Gier nicht sucht.
In ihren Armen bau ich auf mein Bein,
Und bin besorgt (ich schmeichle wahrlich nicht),
Dass selbst ein Esel stürb’ vor Angesicht,
Läg’ er hier nur ein Stündchen ganz allein.
Und wenn du, Beatrice, es kaum erträgst,
Schuldest du mir Verzeihung, denn ich zeige
Durch hartes Ficken, dass das Ende naht!
Wenn du den Arsch nicht mir im Spiegel prägst,
Und ich an beiden Armen mich verzweige,
Fänd’ diese Affäre niemals ihre Tat.
O Zunge du aus Milch und Honigsaft!
Trink ich dein Blut, erlieg ich deiner Kraft.
XV
Der Eros achtern und die Fotze blind;
Gleichzeitig gibst du Milch, empfängst sie auch,
Drei Satte siehst du hier nach altem Brauch
In einem Bett, die ganz zufrieden sind.
Ein jeder nimmt sich hier sein Drittel Lust.
Hattst du je solch ein gierig-wildes Ficken
Aus all den Tausenden, die dich erquicken?
Die fette Ente heilt den Geiz der Brust.
– Wie süß er wirklich ist im Liebesbann,
Der Pater und der Star in dieser Nacht;
Als Äbtissin hab ich ihn oft genossen.
Die große Fotze wird lebendig dann,
Wenn dieser schöne, harte Schwanz erwacht,
Dass Superlative der Lust entsprossen!
Und du, Verdammter, laufe schnell von hinnen,
Ein ganzer Monat heilt dir deine Sinnen.
XVI
Sei still, mein Kind; ein Schlaflied, wiege dich!
Drück, Herr und Mann, drück fest, dass er nun sitzt!
Gib mir die Zunge, während alles schwitzt,
Dass dein Groß-Schwanz zur Seele dränge mich.
– Madame, jetzt, jetzt dringt er bei dir ein;
Wiege das Kind nur gut auf deinem Arm,
So dient es allen dreien im Alarm:
Wir stehn dann auf, und es wird schlafen fein.
– Ich bin so froh; ich vögle, wie ich muss;
Wieg du das Baby, führ dich auf im Schmerz.
– Mama, ich werde es für dich vollenden.
– Tu es noch nicht! Wart noch ein Weilchen, Schatz,
Denn dieses Ficken rührt mir so das Herz,
Ich will nicht, dass es je ein Ende fänd’!
– Meine Madonna, komm, tu es geschwind!
– Nun, da du’s tust, tu ich’s; und du, mein Kind?
ZWEITER TEIL
VORWORT
Dies ist ein andres Buch als jene Lieder,
Kapitel, Eklogen, wie man sie sonst schreibt;
Wo Dantes Geist und wo Petrarca bleibt,
Fließt kein Kristall, blüht keine Rose wieder.
Hier gibt es keine feinen Madrigale,
Nur Schwänze ohne Maß und Diskretion;
Die Muschi und der Arsch, sie warten schon,
Wie süße Mandeln bei dem Opfermahle.
Und hier sind Leute, die sich ständig necken,
Und Schwänze, Fotzen in Monotonie,
Und in den Ärschen manche Seelen weichen.
Ein jeder fickt in den anmut’gen Ecken,
Was man im Vatikan geglaubt hat nie,
Als Huren-Orden unter Seinesgleichen.
Am Ende wär’ es Wahnsinn und Verderben,
Vor solchem Leckerbissen schrei’nd zu sterben;
Wer nicht oft vögelt – Gott verzeih ihm reich!
I
Gesehen habt ihr all die Reliquien,
Von wilden Schwänzen in der Fotze Pracht;
Wie diese schönen Mädchen in der Nacht
Die Arbeit tun, mit frohen Melodien.
Von hinten und von vorne wird gegeben
Die reife Frucht; im Mund der Zungen Kuss.
Was soll man draus wohl machen im Genuss?
Morgante und Margutte gleich im Leben!
Ich weiß, welch große Freude dich entflammte,
Als du in Muschi und in Arsch gedrückt,
Dass er nicht mehr im engen Loche weilte.
Und wie so oft der scharfe Pfeffer rammte
Die Nase, bis man laut und wild genießt,
Was den in der Braghetta schnell verrückt.
Der Duft der Fotze heilt den Durst der Sinnen;
Berühr es selbst, willst du die Wahrheit finden.
II
Madonna, schau, die Lunge ist dein Leiden:
Das Heilmittel steht fertig schon bereit,
Wenn du die Schenkel hebst im Liebesstreit,
Um dich im Hintergrund gesund zu weiden.
Das hilft dir besser als ein Brustwassersaft,
Madonna, glaubt mir, und ihr werdet sehn!
– Wohlan, Herr Messer, da wir so verstehn,
Hält mich nichts ab von dieser Heilungskraft.
Hier ist die Schlucht, gib Acht! Was tust du mir?
Die Runde ist ganz anders als der Narr;
Das war nicht der Vertrag, den ich geschlossen!
Ganz langsam, er ist groß, ich lahm’ vor dir!
– Madonna, hört die Wahrheit ganz und gar:
Der harte Schwanz heilt Husten unverdrossen.
– Solang das Fest hier dauert, hoff ich Segen;
Doch so schnell fertig? Das ist mir entgegen.
III
Dialog: Aretino, Franco
A: Nun, Ser Franco, hat’s der Papst getan?
F: Scheiße! Er hing die Schlinge mir an’s Genick,
Und gab am Galgen mir den letzten Kick.
A: Und die Poesie? F: Sie brachte nichts voran!
Sie war mein Henker, um es frei zu sagen.
A: Man sah dich wahrlich niemals schlecht gesättigt.
F: Der Krebs soll dich fressen, der das bestätigt!
Man konnt’ das Schwarz nicht weiß im Lichte tragen.
A: In Rom hieß es, du seist ein schlechter Christ,
Wegen Sodomie, ich weiß nicht, was geschah...
F: Du Hörnerbock, der Aretino bist!
Du Hurenbalg, Lutheraner, Bugerone,
Du hast mehr Hörner als Cristino da!
Es ist ’ne Lüge! F: Lüg ich? Gott dich lohne!
IV
Als er am Galgen starb, sah ein Ascolaner,
Der stets gewohnt war, seine Lust zu leeren,
Des Henkers Hintern sich im Tanze kehren,
Auf seinem Hals, ein wilder, fremder Planer.
O plötzlich’ Schwäche unsrer Menschensinne!
Der Schwanz bewegt sich, wenn er auch schon stöhnt;
Es stört ihn nicht, obgleich er Schmerz gewöhnt,
Dass man die Hände band im Liebesgewinne.
So ging er in die Hölle, steif im Gliede,
Und statt den Feind mit Grüßen zu bedenken,
Steckt’ er ihn in den schwarzen Kanal hinein.
Dann dankt’ er ihm und rief in wildem Triebe:
„O Pluto, Hörner will ich dir jetzt schenken;
Ein Schnabel, Gottverdammt, sollst du mir sein!“
V
Damit Europa in des Ochsen Kleid
Den Jovis einst im Geilen konnt' genießen,
Sah man die Gottheit aus dem Himmel fließen,
In Tiergestalt und voller Niedrigkeit.
Auch Mars verlor das Recht auf seine Hallen,
Die er als Gott im Glanze konnt' bewohnen;
Vom Ficken blieb ihm nichts als frecher Hohn,
Als ich als Maus ins enge Netz gefallen.
Bei diesem Treffen, das ihr hier anvisiert,
Das ohne Furcht sich könnte rein entfalten,
Sorgt man sich nicht um Auswahl oder Zucht.
Das ist gewiss ein Unsinn, ungestaltet,
Der größte, den die Welt je hat gespürt,
Und nie begangen in der Geilheit Flucht.
Du feige Ware! Weißt du nicht, du Tor,
Dass nur die Hand bringt Arsch und Fotze vor?
VI (SIE)
Das ist ein Papst, verdammt in allen Sachen;
Wenn du nun willst, Faustina, so bekunde,
Ob Arsch, ob Fotze in der Geilenstunde,
Weil selten nur sich solche Wege machen.
– Ich halt ihn in der Tasche, wenn du flehst. –
– Im Arsch, mein Freund, doch da du es begehrst,
Leg dich gut hin, damit du mich verzehrst;
Wer fragt nach Weibern, wenn du vor mir stehst?
Stoß, Liebster, und lass deines Schwanzes Saft
Ein schönes, geiles Liebesgedicht formen;
Drück, mein Knab’, drück feste noch einmal.
Leg eine Hand aufs Gesäß voller Kraft,
Umarme mich und küss mich ohne Normen,
Führ mich, mein Guter, in das Lustportal!
Ach, das mindert das Vergnügen nicht im Mindesten!
Es steigt zum Himmel, wenn der Hahn im Schlunde
Dringt in den Arsch gleichwie zur Fotzenstunde!
VII
Ach, graus’ge Fotze! Sag, was machst du hier
Mit diesem großen, abscheulichen Gliede?
– Halt’s Maul, mein Herz, damit im Liebesbriebe
Die Wollust uns nicht macht zum Betteltier.
Und wenn du nicht mein wildes Weh verspürst,
So tu es mir aus Spaß an diesem Orte;
Denn wenn der Schwanz dringt bis zur Eierpforte,
Fühlst du die Süße, wenn du mich berührst.
– Hier bin ich fertig, treu und lieber Knecht!
Erfülle meine Wünsche und sei tüchtig,
Gut zu bedienen, sei im Geben reich.
– Zweifle nur nicht, mein Lieb, ich füll dich recht,
Auf seltene Art, im Stoßen wild und süchtig,
Dass Mars und Venus neidisch werden gleich.
Kann er denn eintreten, der stolze Rulo, schaut?
– In Fotzen nein, der Arsch ist mir vertraut!
VIII
Kein Streit mehr, kommt, lasst alle uns verbinden!
Teilt diesen Quark jetzt unter euch auf Erden;
Der eine Arsch, der andre Fotze werden,
Um der verliebten Gunst den Weg zu finden.
Beim guten Ficken freut sich jedermann,
Und denkt beim Nutzen, was so gierig schmeckt,
Weil Fotz’ und Arsch, wenn man sie recht entdeckt,
Ein süßes Rezept sind, das heilen kann.
Ich rat es dir und mach es auf mein' Weise,
Nicht im Prozeß, noch in des Hauses Hallen:
Ein jeder stoß den Nagel in das Loch.
Und wenn es euch gefällt auf dieser Reise,
Weil ihr dort hart vögelt in wildem Schwallen,
So kehrt das Loch nach diesem Ficken noch:
Es ist des guten Mönchs bewährte Sitte,
Das Ei zu lassen für des Krugs Mitte,
Um so die ganze Welt im Zaum zu halten.
IX
Ihr Zuschauer, hier seht ihr nun das Weib,
Das sich im Arsch und in der Fotze labet,
Sich in wohl tausend Fick-Arten begabet,
Und mit der Hand formt ihren eignen Leib.
Nicht nur, dass ihr drei glücklich seid im Bunde,
Man wird wohl sagen: Gott, wie ist das rar!
Der Geschmack, die Lust, die Freude wunderbar,
Und alle drei fangt ihr zur selben Stunde.
Du kannst drei Glückliche auf einmal machen,
O sanfte Frau, was gierig, zart und fein
Sich weiten wird, wenn du es so begehrst.
Du wirst kein blindes Zeug im Sinnen sprechen,
Und deine Liebhaber von Schmerz befrein,
Wenn du den Arsch und jenen Schoß bescherst:
Es wird ein gelerntes Werk für dich und sie,
Zu laben beide Geschlechter mit Genie.
X
Schiebe und schiebe, treib dein Glied aufs Neue
Tief in den Arsch der Maid, die unbefleckt
Noch nie den Schwanz in ihrem Schoß entdeckt;
Dies ist der Fick, dem ich mich ganz getreue.
– Du siehst, wie ich mich töte im Verlangen,
Kein Mann gibt einen bessern Fick als ich;
Wir sind korrupt, die Wollust brennet dich,
Nie warst du so von Amüsement umfangen.
– Es ist die Wahrheit, Liebster, dränge schneller,
Stoß ihn zurück; o weh, treib ihn nach vorn!
– Ich tu es, Liebe, ja, es freut mein Herz!
– O treuer Beweis, der Funke wird noch heller!
Lass dich bestechen, brich den stolzen Zorn,
Er bleibt stets hart und standhaft ohne Schmerz!
Fick meinen Demant, den ich wild genieße,
Dass meine Seele sich im Heil ergieße!
XI
Schaut alle her, die ihr es liebt zu lesen,
Wie diese süße Schar in Lust entbrennt;
Sie nimmt ihn mit, wohin sie ihn nur kennt,
Und vögelt dort, wo sie schon oft gewesen.
Man braucht nicht erst nach jener Schul’ zu fragen,
Wo man das Ficken lehrt in aller Welt;
Er tut die Tat, die ihm allein gefällt,
Und kann sie ganz ohn' alle Worte jagen.
Ihr seht, wie sie mit hochgehob’nen Beinen
An seinen Hüften überm Arme hängt;
Vor Süße scheint sie völlig sich zu lösen.
Wir sind nicht müde, wie es will erscheinen,
Uns beide hat das Spiel im Geist verdrängt,
Dass wir verdammt noch mal den Mangel büßen.
Und für ein bisschen Geld in engen Gassen
Wird dieses große Glück sie nie verlassen.
XII
Bleib auf, tu mir nicht weh! Oh weh, bleib oben!
Steh auf, du Grausamer, eh ich vergehe;
Lass mich in Ruh, ich schreie in der Nähe!
Welch großer Schmerz, mein Können ist verschoben!
– Mein Leben, schrei doch nicht, bleib still darinnen,
Lass mich nur machen, leide stumm die Pein;
Ich werde tiefer noch im Stoßen sein,
Ganz langsam, wie es fordert meine Sinnen.
– Ach, Grausamer! Ach, lass mich endlich gehen;
Schau, was du tust! Erweis mir nicht die Ehre;
Wenn du mich liebst, bring mich nicht so zum Schreien!
– Mein liebes Herz, lass deine Tränen stehen;
Dies ist dein Brunnen; kämpf nicht, dass ich kehre,
Denn nach dem Schmerz wird dich die Süß' erfreuen.
Und um dir in der Hölle gut zu dienen,
Mach ich es so, dass Ehr’ und Mut erschienen.
XIII
Dies unsre Reime, die von Schwänzen singen,
Die nur dem Arsch, der Fotze ganz geweiht,
Und für die Töpfe reif zu jeder Zeit,
Gleichen euch Fratzen, die von Schwänzen dringen.
Ihr brachtet Waffen in die Welt, ihr Glieder,
Und steckt im Arsch, in Fotzen euch versteckt;
Ihr Dichter, die der Schwanz, der Arsch erweckt,
Aus großer Macht geboren immer wieder.
Und wenn der furiose Geist euch fehlet,
Kehrt ihr zurück und beißt die Muschi blind,
Wie es die Schwänze meistens pflegen heute.
Hier wird das Thema von dem Schoß vermählet,
Und geht im Arsch und Fotzen auf geschwind,
Damit die Zahl der Schwänze uns erfreute.
Wer geile Lust in seinen Adern spürt,
Lese den Unsinn, den kein Wetter rührt!