VON TORSTEN SCHWANKE
In den heißen Dünen, wo die Sonne glühend wacht,
Wird ein Kind der Löwen in der Wüste Pracht gebracht.
In Karthagos Mauern, an des Meeres blauem Rand,
Ruht ein neuer Spross nun in des Vaters starker Hand.
Zwei-Sieben-und-Vierzig vor dem Herrn der Zeiten Lauf,
Schlägt der kleine Hannibal die dunklen Augen auf.
Hamilkar, der Vater, aus dem Hause Barkas Stamm,
Blickt auf seinen Erben, wie ein Sturm auf zahmes Lamm.
Der Blitz, so heißt ihr Name, flackernd hell in dunkler Nacht,
Hat dem Knaben Mut und kühnen Geisteskraft vermacht.
Doch der Vater raunt ihm, während fern die Wogen schrein,
Schon den heil’gen Eid der ew’gen Feindschaft leise ein.
Nicht zum Spiel der Knaben ist dies Leben ihm geschenkt,
Da der Hass auf Rom bereits die junge Seele lenkt.
In der Wiege liegt er, Afrika zu Füßen weit,
Und bereitet sich auf eine blut’ge Ewigkeit.
Am Altar raucht das Opfer, fern von Roms stolzem Glanz,
Hamilkar führt den Knaben zu der Götter wildem Tanz.
„Mein Sohn,“ so spricht der Vater, „schwöre nun bei Baals Macht,
Dass niemals Frieden herrscht, wenn Roms Legion erwacht!“
Der Knabe hebt die Rechte, legt sie fest auf das Geblüt,
In seinem jungen Herzen nun ein ew’ger Funke glüht.
„Ich schwöre,“ ruft er leise, „bis das Schicksal mich zerbricht,
Dass Rom in meinem Schatten findet niemals helles Licht!“
Zehn Jahre zählt er erst, doch ist der Blick schon stahlhart rein,
Er will kein Kind mehr, sondern Roms Verderben künftig sein.
So zieht er mit dem Vater in das ferne Iberien-Land,
Das Schwert bereits im Geiste, fest umschlungen mit der Hand.
Dort lernt er in dem Lager, was ein Krieger wissen muss,
Den Hunger und die Kälte und des Pfeiles herben Kuss.
Er schläft auf hartem Boden, teilt der Männer karges Brot,
Und lacht im Angesichte jener drohend nahen Not.
Vor dem Altar des Baal, wo das Opferfeuer brennt,
Wird nun ein Band geschmiedet, das kein Sterblicher mehr trennt.
Hamilkar ruft den Knaben, führt ihn an die heil’ge Glut,
In Hannibals Gefäßen wallt des Vaters Kriegerblut.
„Verschwöre dich dem Schicksal!“, spricht der Feldherr streng und laut,
„Damit dein Auge niemals Roms verhasstem Glanze traut!
Schwör’ ewige Feindschaft jenem Volk am Tiberstrand,
Solange noch ein Odem weht in diesem Wüstensand!“
Die kleine Hand am Fleische, das auf dem Altare raucht,
Hat Hannibal den Schwur in tiefe Dunkelheit getaucht.
„Ich werde niemals Freund der stolzen Römer sein, ich schwör's,
Und tilge ihre Schmach mit Blut, im Namen unsres Chors!“
Kaum ist das Wort verhallt, zieht er hinaus in ferne Welt,
Nach Spanien, wo das Schicksal ihm das erste Zelt aufstellt.
An Vaters Seite reitet er durch fremdes, raues Land,
Den Hass als treuen Führer, fest geknüpft am Herzensband.
Doch plötzlich weicht das Glück, ein Meuchelmord geschieht bei Nacht,
Da Hasdrubal, der Schwager, fiel durch fremde Tücke Macht.
Karthagos Heer in Spanien blickt nun bang in die Runde,
Wer heilt der stolzen Kriegerschar die tiefe, blut’ge Wunde?
Nur sechsundzwanzig Lenze zählt der junge Hannibal,
Doch wählen ihn die Truppen nun mit einhelligem Schall.
In seinem Blick die Kälte, in der Brust des Vaters Geist,
Der nun als Oberhaupt der Macht die Zukunft unterweist.
Er steht vor seinen Männern, wie ein Fels in wilder Flut,
In seinen Adern brennt des Schwurs unbändige Glut.
Kein Zögern hemmt den Schritt, kein Zweifel trübt den hellen Sinn,
Er führt das Erbe Barkas’ nun zum großen Siege hin.
Der junge Adler breitet seine Schwingen schattenhaft,
Ganz Iberien erzittert vor der neuen Herrscherkraft.
Rom ahnt noch nicht im fernen Glanz, was dieser Tag gebar:
Den Mann, der bald ihr Schicksal schlägt, die größte aller G'fähr.
Zwei-Hundert-Neunzehn bricht der Damm, die Friedenszeit ist um,
Denn Hannibal steht vor Sagunt, die Trompete ruft nicht stumm.
Die Stadt, die Roms Schutz sich rühmte, stolz am Felsen hangend,
Sieht nun die Barkas-Söhne, nach der Vergeltung bangend.
Acht Monde lang umschließt der Stahl die Mauern fest und dicht,
Bis Stein um Stein im Hagel jener Schleuderer zerbricht.
Kein Römer eilt zur Hilfe, kein Konsul schickt ein Heer,
Sagunt versinkt in Trümmern, klagend an dem weiten Meer.
Der Funke ist gesprungen, nun entbrennt der Weltenbrand,
Ein Ultimatum hallt von Rom bis an den afrikan’schen Strand.
„Wir bringen Krieg und Frieden hier in unsrer Toga Falten!“
„Wählt selbst!“, ruft der Gesandte vor den karthag’schen Gewalten.
„Den Krieg!“, so schallt die Antwort, und der Würfel ist gefallen,
Ein Jubelsturm lässt nun Karthagos hohe Hallen schallen.
Doch Hannibal blickt nordwärts, wo die weißen Gipfel thronen,
Er will das Herz des Feindes treffen, dort wo Götter wohnen.
Zwei-Hundert-Neunzehn bricht der Damm, die Friedenszeit ist um,
Denn Hannibal steht vor Sagunt, die Trompete ruft nicht stumm.
Die Stadt, die Roms Schutz sich rühmte, stolz am Felsen hangend,
Sieht nun die Barkas-Söhne, nach der Vergeltung bangend.
Acht Monde lang umschließt der Stahl die Mauern fest und dicht,
Bis Stein um Stein im Hagel jener Schleuderer zerbricht.
Kein Römer eilt zur Hilfe, kein Konsul schickt ein Heer,
Sagunt versinkt in Trümmern, klagend an dem weiten Meer.
Der Funke ist gesprungen, nun entbrennt der Weltenbrand,
Ein Ultimatum hallt von Rom bis an den afrikan’schen Strand.
„Wir bringen Krieg und Frieden hier in unsrer Toga Falten!“
„Wählt selbst!“, ruft der Gesandte vor den karthag’schen Gewalten.
„Den Krieg!“, so schallt die Antwort, und der Würfel ist gefallen,
in Jubelsturm lässt nun Karthagos hohe Hallen schallen.
Doch Hannibal blickt nordwärts, wo die weißen Gipfel thronen,
Er will das Herz des Feindes treffen, dort wo Götter wohnen.
Zwei-Hundert-Achtzehn ist’s, der Marsch ins Weiße hebt nun an,
Wo niemals zuvor schritt ein karthag’scher Kriegersmann.
Die Gipfel ragen steil, in ew’gem Eis und hartem Schnee,
Ein Heer aus fernen Landen trotzt der Berge wildem Weh.
Durch Schluchten, die der Abgrund gierig vor die Füße legt,
Wird nun der schwere Schritt der Elefanten fortbewegt.
Die grauen Riesen schwanken an des Pfades schmalem Saum,
Ein Bild des Schreckens ist’s, wie ein bizarrer Wintertraum.
Der Frost frisst an den Gliedern, und der Hunger nagt am Leib,
Kein Sonnenstrahl bricht durch den grauen Nebelschleier-Treib.
Lawinen donnern nieder, reißen Mensch und Tier hinab,
Für Tausende wird nun das Hochgebirg’ zum kalten Grab.
Doch Hannibal, er steht voran, sein Auge brennt wie Feuer,
Er zwingt die Natur selbst, dieses eis’ge Ungeheuer.
„Wir finden einen Weg,“ so spricht er stolz zum müden Heer,
„Oder wir bauen einen!“ – und kein Fels ist ihm zu schwer.
Dann endlich weicht der Pass, der Blick schweift weit ins Tal hinein,
Dort unten liegt Italien, im gold’nen Sonnenschein.
Erschöpft, doch ungebrochen, steht die Schar im fremden Land,
Den Römern nah zum Schlage, mit dem Schwerte in der Hand.
Am Ticinus zuerst, wo das Ross die Hufe schlägt,
Wird Roms erste Hoffnung in den kühlen Sand gelegt.
Der Konsul flieht verwundet, Scipio weicht der Macht,
Die Hannibal mit List und kühnem Reitersturm gebracht.
An der Trebia Ufer, in der Kälte Morgengrauen,
Muss Rom das nächste Grauen in den kalten Fluten schauen.
Hannibal lockt sie tückisch durch den eisig kalten Fluss,
Bis jede Legion erlahmt im herben Todeskuss.
Zwei-Hundert-Siebzehn dann, am Trasimenischen See,
Verwandelt sich der Nebel in ein rotes Schlachten-Weh.
In den Bergen versteckt, bricht der Sturm aus dem Versteck,
Flaminius fällt im Blute, und der Stolz Roms ist weg.
Vernichtet sind die Heere, die der Tiber ausgesandt,
Ein Leichenfeld erstreckt sich nun im schönen Italierland.
Kein Halten gibt es mehr, der Weg nach Süden ist nun frei,
Und Hannibal rückt vorwärts unter wildem Kriegsgeschrei.
Zwei-Hundert-Sechzehn schreibt das Schicksal nun sein blutig Blatt,
Bei Cannae unter glühend heißer Sonn’ im Erntematt.
Acht Legionen stellt das stolze Rom in Reih’ und Glied,
Ein Wald aus Speeren, der zum Horizont hinüberzieht.
Doch Hannibal, er weicht zurück in seiner Mitte Kern,
Er lockt die Römer vorwärts, von der Rettung weit entfernt.
Die Sichel schließt sich leise, wie ein Fangarm aus der Nacht,
Bis Rom in der Umklammerung des Todes jäh erwacht.
Von links und rechts die Reiter, Libyer im festen Wall,
Es wird die weite Ebene zum blut’gen Opferschall.
Gefangen in der Enge, ohne Raum zum Schwertesschlag,
Versinkt der Stolz des Tibers an dem schwärzesten der Tag’.
Fünfzigtausend Seelen lässt das Schicksal dort zurück,
Vom Konsul bis zum Reiter schwand das letzte Lebensglück.
„Hannibal ante portas!“ hallt der Schrei durch Roms Gebälk,
Denn ihre Macht am Boden liegt nun kahl und herbstlich welk.
Die Jahre zieh’n ins Land, der Sieg bei Cannae ist vollbracht,
Doch Rom, das stolze Haupt, erliegt nicht jener harten Pracht.
Zwar weichen die Legionen, wenn sein Schwert im Felde blitzt,
Doch Hannibal, er harrt, wo keine Mauer für ihn ritzt.
Es fehlt das schwere Zeug, um hohe Wälle zu durchbrech'n,
Kein Katapult, kein Widder lässt die Steine tiefer sprech'n.
Die Tore bleiben zu, der Tiberwall steht fest und grau,
Und Hannibal, er wartet in des Südens mildem Tau.
Der Nachschub aus Karthago bleibt im fernen Meeresschaum,
Die Hilfe seiner Brüder wird zum blassen Hoffnungstraum.
In Capuas Genüssen wird das Heer nun langsam weich,
Während Rom sich neu formiert, an List und Kräften reich.
Fabius, der Zaudrer, meidet nun den offenen Streit,
Er nährt den Hunger nur und nutzt die Gunst der langen Zeit.
So zehrt der Krieg am Mark, den Hannibal so kühn entfacht,
Bis seine Kraft im fremden Lande langsam nun verschmacht'.
Sechzehn Jahre im Felde, gezeichnet von Staub und von Blut,
Verlässt nun der Löwe die Lande mit schwindender Glut.
Ein Bote aus Karthago bringt die Kunde in Hast:
„Komm heim, oh Sohn Barkas’, befrei uns von Roms Last!“
Denn Scipio, der Junge, steht kühn vor dem Tore der Stadt,
Er hat das Blatt gewendet, das Rom einst verloren hat.
In Afrika brennen die Felder, der Rauch steigt empor,
Und Hannibal segelt zurück durch das heimische Tor.
Mit Wehmut im Herzen blickt er auf Italiens Strand,
Wo er Siege gefeiert, doch niemals den Frieden fand.
Die Veteranen, ergraut, folgen schweigend dem Mann,
Der als Einziger Roms Schicksal noch wenden kann.
Zwei Giganten bereiten sich nun auf das Ende vor,
Es öffnet sich weit für die letzte Entscheidung das Tor.
Der Boden von Zama erwartet den Tritt ihrer Heer’,
Und Hannibal weiß: Es gibt keine Umkehr mehr.
Zwei-Hundert-und-Zwei vor der Zeitenwende Lauf,
Zieht Zama den Vorhang des Schicksals nun düster auf.
Hier steht nun der Löwe dem jungen Scipio nah,
Der Hannibals Künste in Iberiens Kriegen sah.
Achtzig Elefanten, sie stürmen mit wildem Schrei,
Doch Scipio öffnet die Gassen, die Wege sind frei.
Die Trompeten der Römer, sie gellen so scharf und hell,
Dass die Riesen entfliehen, verängstigt und kopfschnell.
Die Kavallerie der Numider, einst Hannibals Stolz,
Verrät ihn und bricht nun das karthagische Kriegsholz.
Von hinten umzingelt, im Staub jener afrikan’schen Glut,
Vergießt nun die Garde ihr letztes und treuestes Blut.
Zum ersten Mal weicht er, der niemals besiegt worden war,
Das Ende der Hoffnung wird Hannibal nun offenbar.
Karthago muss beugen das Haupt vor dem römischen Joch,
Der Traum von der Weltmacht, er lebte – und stirbt nun doch.
Zwei Große der Erde, sie reiten zum Mittagslicht,
Wo Auge dem Auge in einsamer Stille spricht.
Vor Zamas Gemetzel, im Staube der fernen Welt,
Haben die Feldherrn einander die Stirn gestellt.
Dort Hannibal, alt und von Schlachten gezeichnet schwer,
Und Scipio, jung, mit dem Glanz von Roms neuem Heer.
Der eine ein Schicksal, das langsam im Westen sinkt,
Der andre ein Morgen, der siegreich am Himmel blinkt.
„O Scipio,“ raunt nun der Löwe mit klugem Sinn,
„Schau her auf mein Alter, was gab mir der Sieg an Gewinn?
Einst stand ich vor Rom, hielt das Glück in der hohlen Hand,
Nun bitt’ ich um Frieden für mein afrikan’sche Land.“
Er warnt vor der Tyche, die launisch das Rad bewegt,
Die Krone dem einen, dem andern das Grabmal legt.
Doch Scipio schüttelt das Haupt mit dem Stolz der Macht:
„Zu spät ist das Wort, da der Krieger bereits erwacht!“
Kein Handschlag besiegelt das Ende der dunklen Pein,
Nur Zorn und das Eisen soll’n künftig die Richter sein.
Sie wenden die Rosse, der Sand wirbelt auf im Wind,
Zwei Männer, die beide des Krieges Gefangene sind.
Zwei-Hundert-minus-Vier, da das Schwert nun im Ruhen liegt,
Hat Hannibal endlich den inneren Feind besiegt.
Zum Suffeten gewählt, als der Heimat getreuer Sohn,
Besteigt er in Frieden den karthagisch’ Amtsthron.
Nicht Lanzen und Schilde sind nun sein Gebot und Recht,
Er ordnet die Kassen, bekämpft das korrupte Geschlecht.
Die Reichen erbeben, da er ihre Gier begrenzt,
Und bald schon die Stadt in neuem Wohlstand glänzt.
Doch Rom, das den Schatten des Riesen noch immer scheut,
Hat bittere Boten und drohende Worte gestreut.
„Er rüstet zum Kriege!“, so lügt man im Senatssaal laut,
Bis Karthago zitternd dem eigenen Helden misstraut.
Um die Heimat zu retten vor neuer Legionen Macht,
Flieht Hannibal heimlich in stürmischer, dunkler Nacht.
Verraten, vertrieben, ein Wanderer ohne Land,
Sucht er nun im Osten der Könige helfende Hand.
Einhundert-dreiundachtzig, das Schicksal ist nun bereit,
In Libyssa endet die lange und bittere Zeit.
Ein Greis nun an Jahren, doch ungebrochen im Geist,
Der einsam am Rande des fernen Bithyniens speist.
Doch Rom, das den Namen des Schreckens noch immer nicht lässt,
Hält Hannibal weiterhin in seinem Argwohn fest.
Verraten vom König, umzingelt von Häscherschar,
Wird Hannibal nun seine letzte Bestimmung gewahr.
Er blickt auf den Becher, das Gift in der Silberschale,
Es glänzt wie die Sonne beim letzten Abendmahle.
„Befreien wir Rom von der Angst vor dem alten Mann,
Der ihnen seit Cannae den Schlaf nicht mehr gönnen kann!“
Kein Römer soll rühmen, dass er ihn in Ketten fing,
Als er nun zum Trunke die bleichen Lippen erging.
Der Löwe entschlummert, das Feuer der Barkas verweht,
Ein Name bleibt stehen, der über der Zeit noch besteht.
AFRIKA LOBT EINEN FELDHERRN HANNIBAL MIT POSTHUMEM RUHM
Nun schweigt das Eisen, der Staub hat sich endlich gelegt,
Doch Afrikas Wind noch den Namen des Löwen trägt.
Nicht als Besiegter, der einsam im Giftbecher fand
Das Ende der Reise, fernab von dem heimischen Strand,
Nein, als ein Gigant, der die Grundfeste Roms erschütterte,
Und Karthagos Ehre mit flammendem Stolze fütterte.
Vom Atlasgebirge bis hin zu des Nils tiefem Blau,
Besingen die Söhne des Südens im morgendlichen Tau
Den Geist, der die Alpen wie spielend im Sturme bezwang,
Und dessen Triumphzug durch Italiens Täler erklang.
Sie preisen den Strategen, der List mit dem Mute vereint,
Vor dem noch nach Jahren der mächtige Tiberfeind weint.
„Du warst unser Blitz!“, so hallt es von Libyens Küste,
„Der Erste, der Rom an die Schranken der Endlichkeit grüßte!“
Dein Erbe lebt fort, nicht in Mauern aus Stein und aus Erz,
Sondern tief in der Freiheit, im schlagenden afrikanischen Herz.
Kein Grabmal in Libyssa fesselt den flüchtigen Geist,
Der heute als Sinnbild für Widerstand Völker speist.
So krönt ihn der Ruhm, der die Zeiten wie Fluten durchbricht,
Hannibal Barkas – ein ewiges, loderndes Licht.
Was Scipio gewann mit der Waffen gewaltiger Zahl,
Verblasst vor dem Glanz jener Größe im Schicksalsqual.
Afrika hebt nun das Haupt und blickt stolz auf den Sohn,
Der jenseits des Todes besteigt seinen unsterblichen Thron.