DE TORSTEN SCHWANKE
Isabel la Católica
De verde plata y de castilla alzada,
recia corona en sienes de granito,
pusiste fin al reino nazarito
con firme mano y con la fe templada.
Mirando al mar, la audaz mirada fija,
diste las velas al Colón heróico;
con pecho firme y corazón estoico
pariste un mundo que tu ley cobija.
Reina de espada, de piedad y celo,
unificaste el suelo y el destino
bajo el diseño de un mandato eterno.
Hoy tu memoria vuela por el cielo,
trazando en piedra el ínclito camino
de un imperio que vence al tiempo invierno.
Aus Silber, Grün und Kastiliens Pracht,
die Krone fest auf Granites Höhen,
sahst du das Reich der Nasriden vergehen,
durch deinen Glauben und der Schwerter Macht.
Den Blick aufs Meer, voll kühner Zuversicht,
gabst du Kolumbus Segel für die Wellen;
ließest dir Mut im stolzen Herzen schwellen,
gebarst ein Weltreich, das dein Recht aufricht’t.
Königin des Schwerts, der Frömmigkeit, des Strebens,
du eintest dieses Land und sein Geschick
nach eines ewigen Mandates Sinnen.
Dein Ruhm durchfliegt den Himmel herrenlebens,
schreibt in den Stein den Pfad, der führt zurück
zu einem Reich, dem Winter zu entrinnen.
Fernando el Católico
Prudente espada de Aragón nacida,
que con astucia dividió el destino,
halló en Castilla el superior camino
para tejer una nación unida.
No solo el hierro le otorgó la gloria,
sino el ingenio de su mente clara;
frente al León la astuta fe se ampara,
dejando un rastro eterno en la historia.
De las Italias conquistó el terreno,
frenó del galo el ímpetu arrogante
con el Gran Capitán a su costado.
Monarca sabio, de consejos lleno,
maquiavélico príncipe constante,
que al tiempo deja un reino unificado.
Kluges Schwert, aus Aragóns Schoß geboren,
das mit List das Schicksal lenken konnte,
fand in Kastilien jenen Pfad und sonnte
sich im Bund, zum Schöpferreich erkoren.
Nicht nur das Eisen gab ihm Ruhm und Siege,
nein, seines Geistes scharfe, helle Klarheit;
so wob er Macht aus Taktik und aus Wahrheit,
dass seine Spur im Buch der Zeiten bliebe.
In Italiens Landen stritt er voller Mut,
brach der Franzosen Hochmut und Begehren,
den Großen Kapitän an seiner Seite.
Weiser Monarch, voll kühler Herrscherglut,
Machiavellis Fürst, den alle ehren,
der ein geeintes Reich der Welt geweihte.
Juana la Loca
Corona de dolor, sombra encendida,
que en Tordesillas vio pasar la historia,
le arrancaron el cetro y la memoria
para dejarla en vida adormecida.
Amó hasta el llanto la belleza vana
del flamenco que el viento se llevaba,
y mientras el imperio se agrandaba,
se oscurecía el alma de Juana.
No fue locura, fue pasión cautiva,
un corazón de fuego en celda fría,
juguete de ambiciones y de reyes.
Hoy su figura en el recuerdo viva,
grita en silencio su melancolía,
más fuerte que el olvido y que las leyes.
Krone aus Schmerz, entzündeter Schattenlauf,
die Tordesillas sah im Strom der Zeiten,
sie raubten ihr das Zepter, Geist und Weiten,
und gaben sie dem Schlaf des Lebens auf.
Sie liebt' bis an die Grenze aller Tränen
des Flamen Eitelkeit und schöne Züge;
doch während sich das Reich zu Weltruhm fügte,
versank ihr Geist in bodenlosem Sehnen.
Nicht Wahnsinn war's, nur Liebe in Ketten schwer,
ein Feuerherz in kalten Mauerecken,
ein Spielball für der Könige Begehren.
Ihr Bild schwebt heute durch die Zeit daher,
ihr stiller Schrei will uns noch wacherschrecken,
kein Recht, kein Pflichtenband kann sie zerstören.
Felipe el Hermoso
Flor de Flandes, de porte soberano,
que a la estirpe del Austria dio el camino,
cruzó el mar para asir el gran destino
y abrir la puerta al bando castellano.
Su gracia fue su red undida en oro,
ambición que la astucia alimentaba,
mientras el viejo rey lo vigilaba
celoso de perder su gran tesoro.
Breve relámpago en el trono ibero,
la parca fría congeló su aliento
dejando un mar de celos undulado.
Fugaz belleza, príncipe extranjero,
tu nombre queda preso en el lamento
de la mujer que amó tu cuerpo helado.
Blume aus Flandern, stolz in Pracht und Stand,
der Habsburgs Stamm den Weg nach Süden wies,
er maß das Meer, das ihn nach Spanien stieß,
zu greifen nach Kastiliens reichem Land.
Sein schöner Schein, ein Netz aus Gold gewoben,
purt’ Ehrgeiz an, den listig er genährt,
indes der alte König, tief beschwert,
ihn argwöhnisch vom Thron wollt' jagen oben.
Ein kurzer Blitz nur auf dem Thron der Ahnen,
der kalte Tod brach jäh den Lebenslauf,
ließ Neid und Chaos an dem Hofe backen.
Vergänglich’ Pracht aus fremden Herrscherbahnen,
dein Name ging in Juanas Klagen auf,
die weinend hielt den Leib, den kalten, nackten.
Carlos I de España (y Carlos V del Imperio)
César supremo de la Europa herida,
en cuyas tierras no se pone el sol,
llevaste el viejo estandarte español
hasta la frontera más remota y lejana.
Frente al turco, al francés y al luterano,
firme sostén de la sagrada cruz,
buscó tu espada una constante luz
para guiar el orbe con tu mano.
Mas tanta gloria que el metal sostiene,
pesó en los hombros del cansado rey,
que vio el destino desgranar su arena.
En Yuste el viejo emperador se detiene,
cambia el imperio por la mística ley,
buscando paz donde la noche es plena.
Höchster Cäsar, der das Haupt erhoben,
in dessen Reich die Sonne nie versinkt,
wo Spaniens Banner in den Windungen blinkt,
getragen weit bis zu den fernen Proben.
Gegen den Türken, Lutheraner, Franken,
hieltst du das Kreuz der Christenheit bereit,
dein Schwert erstritt im bittersten Geleit
ein Weltenreich in ungezähmten Schranken.
Doch all der Ruhm, den Eisen dir verlieh,
drückte die Schultern des Monarchen schwer,
der sah, wie Sand im Stundenglas verrinnt.
In Yustes Stille beugt er seine Knie,
gibt Kronen ab, verlangt nach Macht nicht mehr,
wo Gott allein sein letztes Lied beginnt.
Felipe II, el Prudente
Rey del papel, burócrata del trueno,
desde el Escorial riges la distancia,
frenas el paso a la soberbia Francia
y al turco vences con el pecho lleno.
Bajo tu cetro el mapa se agiganta,
Lisboa rinde su corona vieja;
un solo rey que el mundo entero aleja
y bajo un orden celestial levanta.
Mas no hay imperio que la mar no dome:
la gran Armada en el abismo frío
dejó sus sueños de Inglaterra herida.
En el gran muro que el granito carcome,
viste el destino devorar tu brío,
fiel a la cruz y a la nación rendida.
König des Papiers, Herrscher im Stillen,
vom Escorial lenkst du die weite Welt,
brichst Frankreichs Stolz, das sich dir entgegenstellt,
und zwingst den Türken unter deinen Willen.
Unter dem Zepter wächst die Karte weiter,
Lissabon beugt sich deiner Kronenmacht;
ein einz'ger Herrscher, der die Erde bewacht,
für Gottes Recht ein unerbittlich' Streiter.
Doch kein Imperium trotzt des Meeres Wogen:
Die große Armada sank im kalten Schlund,
der Traum von Englands Sturz ward jäh begraben.
Im grauen Granit, der Einsamkeit gewogen,
schwand dir die Kraft im letzten Erdenrund,
das Herz bei Gott, dem du dein Reich gegeben.
Felipe III, el Piadoso
Dejó el papel, el brillo y la tarea
en manos de la astucia de un valido,
mientras el gran imperio, ya rendido,
en fastos y en piedad se balancea.
La Pax Hispanica firmó su historia,
un breve soplo al hierro fatigado,
mas el dinero, en humo transformado,
dejó las arcas huérfanas de gloria.
De las Españas desterró el bando
del morisco que el campo cultivaba,
hirviendo el suelo en lágrimas de herida.
Monarca débil que pasó rezando,
mientras la sombra del ocaso entraba
en la corte de perlas revestida.
Er gab das Heft, die Lasten und die Pflichten
in eines Günstlings listig-schlaue Hand,
indes das Riesenreich am Weltenrand
in Prunk und Frömmigkeit wollt' sanft verzichten.
Die Pax Hispanica schrieb seine Zeiten,
ein kurzes Aufatmen dem müden Schwert,
doch war das Gold im Staatsbudget verzehrt,
kein Silber mehr, um Ruhm sich zu erstreiten.
Aus Spaniens Gauen trieb er jene Reste
der Mauren fort, die fleißig Feld und Fluren
bestellten noch, nun weinend auf dem Meere.
Ein schwacher König auf dem Herrscherfeste,
der betend zusah, wie die Schatten fuhren
ins stolze Reich voll glanzvoller Verzehre.
Felipe IV, el Grande o el Planeta
Mecenas de la luz y de la escena,
que vio en el lienzo de Velázquez vida,
gobernó una nación desvanecida
bajo una corte de tramoya llena.
El Conde-Duque manejó el destino,
hirvió la guerra en Flandes y en el Sena,
mientras la plata de la blanca vena
se disolvía en el fatal camino.
Perdió la armada, el Reino Portugués,
cayó la pica que asombró a la Europa,
dejando al gran planeta sin su brillo.
Monarca del dolor en el envés,
que vio el ocaso devorar su troppa,
muriendo solo en su triste castillo.
Mäzen des Lichts, der Bühne und der Pracht,
der auf Velázquez’ Leinwand Leben fand,
er herrschte über ein verarmtes Land,
das nachts in Festen und im Theater lacht’.
Der Graf-Herzog gelenkt des Reiches Lauf,
es brannte Krieg an Flanderns fernen Grenzen,
indes des Silbers reiche Epiphanzen
gingen im Schlund der ew'gen Schulden auf.
Verloren ging Portugal, die stolze Flotte sank,
die Pikenier', vor denen Europa bebte,
sie fielen matt im Dreißigjährigen Streit.
Ein König, dessen Herz am Ende krank,
der sah, wie nichts von seiner Macht überlebte,
im leeren Prunk der tiefen Einsamkeit.
Carlos II, el Hechizado
Último brote de la estirpe ausente,
triste herencia de sangre y de corona,
que en su cuerpo marchito no perdona
el peso de un imperio decadente.
Pensaron que el demonio en su regazo
había puesto el nudo del hechizo,
mientras el reino, que el dolor deshizo,
veía el fin de un siglo en su pedazo.
Sin heredero que sostenga el trono,
juguete de ambiciones extranjeras,
su vida fue un suspiro de agonía.
Murió el Austria en su postrer abandono,
dejando abiertas todas las fronteras
al fuego que la Europa ya encendía.
Letzter Spross aus jener stolzen Ahnenreihe,
trauriges Erbe aus Blut und Kronenlast,
der du im welken Leib getragen hast
des Riesenreiches Niedergang und Weihe.
Sie glaubten, dass des Teufels finst’rer Segen
dich mit dem Fluch der Hexerei gebunden,
indes das Land, zermürbt von tiefen Wunden,
sah das Jahrhundert seinem Ende entgegen.
Kein Erbe blieb, um diesen Thron zu halten,
ein Spielball fremder Mächte und Begierden,
war dein Bestehen nur ein langes Klagen.
Es starben Habsburgs letzte Herrschergestalten;
du gingst dahin, befreit von allen Bürden,
während ringsum schon Kriegesfeuer schlagen.
Felipe V, el primer Borbón
Galo de estirpe que cruzó el destino,
trajo la flor de lis al suelo ibero;
con sangre defendió su trono fiero
frente al acoso del rival austríaco.
Centralizó las leyes y el Estado,
borrando viejos fueros de la tierra,
mas la tristeza, que en su mente encierra,
dejó su pecho en sombra sepultado.
Buscando paz para su mal sombrío,
dejó la villa y la corona un día,
cediendo el cetro al hijo primogénito.
Mas poco duró el pacto del desvío:
la parca abrió su boca helada y fría,
devolviendo al palacio el luto lúgubre.
Ein Franke, den das Schicksal hergeführt,
er bracht' die Lilie in das span'sche Land;
mit Blut verteidigt' er den Thronverband
gegen den Habsburger, der nach der Krone spürt'.
Er einte Staat und Recht mit harter Hand,
strich alte Privilegien aus den Büchern,
doch konnt' kein Sieg den Geist ihm je absichern:
Die Schwermut hielt sein Herz im Schattenband.
Da er nach Ruh' vor seiner Düsternis begehrte,
gab er die Kron' ab und des Reiches Bürden,
gab seinem Erstgeborenen die Macht.
Doch kurz nur war das Glück, das er verehrte:
Der Tod brach jäh des Sohnes junge Würden,
und stürzte ihn zurück in Thron und Nacht.
Luis I, el Breve
Un soplo de esperanza y de alegría
cruzó la corte de Madrid de pronto,
cuando el joven monarca subió al trono
bajo la luz de una promesa viva.
"El Bien Amado" lo llamó la gente,
fiel heredero de la flor de Francia,
que entre las fiestas y la corta estancia
quiso reinar con un perfil clemente.
Mas una sombra de mortaja fría,
el mal de viruela, destructivo y fiero,
marchitó la flor antes de su verano.
Doscientos días de fugaz porfía:
murió el muchacho, príncipe primero,
devolviendo la corona al viejo anciano.
Ein Hauch von Hoffnung und von Lebenslust
zog plötzlich durch Madrids ergraute Gassen,
als sie den jungen König thronen lassen,
voll Zuversicht in seiner Jugend Brust.
„Der Vielgeliebte“ nannten ihn die Reiche,
der Lilie Spross, von Frankreichs Blut getragen,
der in den kurzen, glanzumwebten Tagen
wollt' richten eine milde Herrscherweiche.
Doch eine Decke, kalt und todbereit,
die Pockenkrankheit, grausam und vermessen,
brach diese Blüte vor des Sommers Pracht.
Zwei Hundert Tage voller Flüchtigkeit:
Der Jüngling starb, vom bleichen Tod gefressen,
gab seinem Vater blind zurück die Macht.
Felipe V, el regreso al trono
De la quietud del bosque and de la granja,
donde el monarca el alma recluía,
le despertó la parca helada y fría
para volver a la corte que lo cansa.
No vino solo a la segunda era:
la astuta Farnesio, esposa fuerte,
manejó el hilo, gobernó la suerte,
como una astuta y fiel timonera.
Entre el delirio de la noche en vela,
el rey buscaba la armonía pura
del canto de Farinelli en su locura.
Veintidós años de marchita tela,
un trono atado a la melancolía,
que vio el ocaso de su dinastía.
Aus La Granjas Wäldern und der stillen Ruh’,
wo des Monarchen Geist Genesung suchte,
rief ihn der Tod, den er im Stillen fluchte,
und zwang ihn wieder auf die Krone zu.
Er kam nicht einsam in die zweite Zeit:
Die stolze Farnese, die starke Frau,
lenkte die Fäden im Palast genau,
als Regentin im Hintergrund bereit.
In den Delirien langer Bombennächte,
sucht’ er nach Trost vor seiner Geistesnot,
wenn Farinellis Lied die Nacht durchbrach.
Zweiundzwanzig Jahre voller Mächte,
ein Thron, dem Schwermut steten Schatten bot,
bis ihn der Tod von seiner Last freisprach.
Fernando VI, el pacificador
Trajo la paz al suelo castellano,
silenció el eco de la vieja guerra,
para sanar las venas de su tierra
con mente clara y con prudente mano.
Flotas de roble para el mar dispuso,
el gran Marqués guiando su tesoro,
mientras la corte se vestía de oro
y un tiempo blanco en el reloj se impuso.
Mas la tragedia que en su estirpe mora
le abrió en el pecho una mortal herida:
murió Bárbara, su amor y su consuelo.
En Villaviciosa el rey sin alma llora,
perdió la mente, rechazó la vida,
buscando el eco de su bien en el cielo.
Er brachte Frieden auf Kastiliens Erde,
ließ schweigen alter Kriege wilden Hall,
geheilt ward seines Landes tiefer Fall
durch seine Klugheit und milde Gebärde.
Aus Eichenholz ließ er die Flotten bauen,
der treue Marqués lenkte Staat und Geld,
indes der Wohlstand einzog in die Welt
und Friedenszeiten auf den Uhren tauen.
Doch die Tragödie, die im Blute lauert,
schlug ihm ins Herz die tiefste aller Wunden:
Als Barbara starb, sein Glück und Lebenslicht.
In Villaviciosa er im Dunkeln trauert,
der Geist verging in qualvollen Stunden,
bis ihm der Tod das kranke Herze bricht.
Carlos III, el rey ilustrado
Vino de Nápoles, con mente clara,
el rey filósofo de la razón,
que puso el alma y la Ilustración
para que el siglo su perfil cambiara.
Madrid le debe su moderno brillo,
las fuentes, las escuelas, el paseo;
dejó en la piedra el pulso de su deseo,
haciendo un pueblo de lo que era un brillo.
De sabios ministros se vio rodeado,
frenó el orgullo del altar sagrado,
buscando el orden en la ley civil.
Monarca alcalde, de perfil templado,
dejó un imperio próspero y sumado,
antes que el tiempo se volviera vil.
Aus Neapel kam er mit klarem Verstand,
der Philosophenkönig der Vernunft,
der mit Aufklärung und Staatskunst-Zunft
wollte erneuern das spanische Land.
Madrid verdankt ihm den modernen Schein,
die Schulen, Alleen und der Brunnen Pracht;
er hat aus Schmutz eine Metropole gemacht,
und meißelte Fortschritt tief in den Stein.
Von klugen Ministern im Rate umgeben,
brach er der Kirche allzu stolze Macht,
das Wohl des Staates war sein höchstes Ziel.
Als „Bürgermeister“ blieb sein Name am Leben,
er hat dem Reich neuen Wohlstand gebracht,
bevor das Schicksal in das Düstere fiel.
Carlos IV y la sombra del valido
Dejó las riendas del paterno imperio
en manos de la reina y de Godoy,
mientras el siglo que cambiaba hoy
hundía al trono en un fatal misterio.
Miraba el rey las artes, la montería,
ajeno al trueno que París lanzaba,
mientras su valido el suelo traicionaba
bajo la astuta Francia que crecía.
Trafalgar vio la flota destrozada,
Aranjuez el motín del propio hijo,
que al viejo padre arrebató el honor.
Y en Bayona la trampa fue sellada:
Napoleón, con cínico regocijo,
robó la herencia al débil sucesor.
Er gab die Zügel von des Vaters Reich
in seiner Königin und Godoys Hand,
indes die neue Zeit im Weltenbrand
den Thron der Ahnen stürzte, bleich und weich.
Der König liebte Jagd und Kunstbetrieb,
blind für den Donner, der Paris erschüttert',
weil sein Minister, macht- und geldversessen,
das Land an Frankreichs kühne Taktik trieb.
Trafalgar sah die stolze Flotte fallen,
Aranjuez der Meuterei Begehren,
als ihm der eig'ne Sohn die Krone stahl.
In Bayonne sah man Napoleons Krallen:
Der Korsenführer, ohne zu zögern,
raubt' dem Monarchen seine Würde fatal.
Fernando VII, el rey felón
"El Deseado" te llamó el lamento
de un pueblo que en tu nombre sangre dio,
mas tu regreso al trono devolvió
las cadenas, el miedo y el tormento.
Rompiste la promesa del progreso,
la carta de Cádiz, ley de libertad,
para sembrar de nuevo la crueldad
y al absolutismo darle pleno acceso.
Traidor de aquellos que por ti lucharon,
viste el imperio americano huir
mientras tu mano el cetro oscurecía.
Y al final, cuando las luces se apagaron,
dejaste un reino a punto de crujir,
abriendo el paso a la guerra civil fría.
„Der Ersehnte“ nannten dich die Massen,
ein Volk, das blutend deinen Namen schrie,
doch deine Heimkehr dankte ihm es nie:
Du ließest Ketten, Qual und Folter passen.
Du brachst das Wort, das du dem Land gegeben,
verwarfst der Freiheit rechtliche Struktur,
Madrids Verfassung tratest du im Schwur,
um dem Absolutismus Raum zu geben.
Verräter derer, die für dich gestritten,
sahst du Amerikas Kolonien fliehen,
indes dein Zepter tief im Schatten stand.
Und als das Ende kam mit großen Schritten,
ließest du neue Sturmheere aufziehen,
und stürztest in den Bürgerkrieg das Land.
José I Bonaparte, el rey intruso
Llegó a Madrid traído por el viento
del corso que la Europa dominaba,
mas la corona que su sien llevaba
pesaba más que el odio y el lamento.
"Pepe Botella" lo llamó el ultraje
de un pueblo que en las sombras lo esperaba,
mientras su mano la reforma daba
a una nación envuelta en el coraje.
Quiso ser rey, mas fue solo el reflejo
de la ambición del hermano soberano,
un triste rey sin tierra y sin abrigo.
Dejó el palacio en el camino viejo,
vencido por el hierro castellano,
llevando el nombre de un rival mendigo.
Er kam nach Madrid, vom Sturmwind hergetragen
des Korsen, der Europa unterjochte,
doch diese Krone, die er tragen mochte,
war schwer von Hass und lautem Klagen.
„Flaschen-Seppel“ nannten ihn die Gassen,
ein Volk, das grimmig in den Winkeln lauerte,
obwohl er Recht und Freiheit treu bedauerte
und Reformen wollte fließen lassen.
Er wollte Herrscher sein, doch blieb er Schatten
des großen Bruders, der die Welt regierte,
ein König ohne Boden, Schutz und Segen.
Er floh den Thron, als Frankreichs Sterne matten,
weil Spaniens Volk den Dolch im Riemen führte,
und zog der Heimat wieder bleich entgegen.
Fernando VII, la década ominosa
Regresó el rey que el pueblo reclamaba,
mas no trajo la paz, trajo el olvido;
el llanto de la patria conducido
al pozo donde el miedo ya reinaba.
Borró la ley de Cádiz con su mano,
al liberal mandó al cadalso frío,
mientras ahogaba el andaluz el brío
bajo el regreso del poder tirano.
Tres años de la breve primavera
fueron quemados por el francés bando,
que al rey felón de nuevo dio el abismo.
Murió dejando rota la frontera,
con su hija en el trono gobernando
y el brote de un eterno cainismo.
Es kam der König, den das Volk begehrte,
doch bracht' er nicht den Frieden, nur das Grauen;
des Landes Klagen konnt' man leise schauen
im tiefen Brunnen, wo die Angst einkehrte.
Das Recht von Cádiz tilgte seine Hand,
den Liberalen schickt' er zum Schafott,
und strafte jeden kühnen Freigeist-Spott,
indes der Zwang regierte starr das Land.
Drei Jahre nur der kurzen Frühlingswende
erstickten der Franzosen Heereszüge,
die diesem Herrscher gaben Schutz und Raum.
Das Leben ging im Chaos jäh zu Ende,
die Tochter erbt' den Thron und seine Züge,
im Bürgerkrieg erstarb der Friedenstraum.
Isabel II, la de los tristes destinos
Reina niña en la cuna coronada,
bajo el estruendo del cañón carlista,
creció tu corte en la mudable pista
de una España en espadas dividida.
Te dieron por esposo el frío hielo,
mientras los generales del destino
manejaban el rumbo y el camino
de un trono que jamás halló consuelo.
Entre intrigas de alcoba y de sagrario,
buscó tu pecho un soplo de alegría,
ajena al grito que la calle daba.
"La Gloriosa" firmó tu calvario,
la tempestad borró tu dinastía
y el largo exilio en París te esperaba.
Kindkönigin, in Wiegen schon erhoben,
indes der Carlistenkanonen Hallen dröhnten,
wuchs dein Hofstaat, wo Generale stöhnten,
weil ringsum Schwerter wild und blutig tobten.
Sie gaben dir zum Gatten kaltes Eisen,
indes die starken Männer dieser Zeiten
die Richtung deines Reiches wollt' bestreiten,
auf einem Thron, den keine Freuden speisen.
In Kammern voller Beichte und Intrigen,
sucht' dein gequältes Herz ein wenig Glanz,
blind für den Sturm, der draußen sich entfachte.
„La Gloriosa“ ließ dein Banner biegen,
die Revolution brach deiner Krone Kranz,
und dich ins Pariser Exil verbrachte.
Amadeo I de Saboya, el rey extranjero
Llegó del norte, de la fiel Saboya,
un rey de leyes y de porte austero,
para ceñir un trono de extranjero
que en vez de perlas le ofreció una troya.
Murió Juan Prim, su escudo y su destino,
antes que el barco tocara la arena;
y el nuevo rey portó la larga pena
de andar a ciegas por el vil camino.
Nadie quería al príncipe italiano:
el carlista, el alfonsino, el republicano,
hirvieron juntos en el odio frío.
"¡Son ingobernables!", gritó su mano,
dejó la copa de este suelo humano
y cruzó el mar devolviendo el vacío.
Aus Savoyenschloss kam er hergezogen,
ein König des Rechts, von edler Gestalt,
zu zähmen ein Land voll wilder Gewalt,
das ihm statt Gold nur den Dolch hat gewogen.
Schon starb General Prim, sein Schutz und sein Licht,
noch eh das Schiff an die Küste konnt' gleiten;
so musste der Herrscher von Anfang an schreiten
durch Finsternis, die kein Hoffnungsstrahl bricht.
Keiner wollt' Spaniens italienischen Gast:
Die Carlisten, Republikaner und Ahnen,
sie einte der Hass auf den fremden Regenten.
„Sie sind unregierbar!“, rief er voll Last,
warf Krone und Zepter hinab von den Bahnen,
und floh übers Meer vor den wilden Elementen.
Alfonso XII, el Pacificador
Vino del norte, del exilio frío,
el joven rey que la nación buscaba,
mientras el eco de la guerra ahogaba
su viejo llanto en el asfalto umbrío.
Trajo la paz al suelo desgastado,
venció al carlista en la última frontera,
y levantó la rota cordillera
de un reino que el dolor había cansado.
Mas la tragedia que a su estirpe hiere
le arrebató a Mercedes, su alegría,
dejando el trono en viudedad temprana.
Fugaz estrella que en la sombra muere:
la tisis fría marchitó su día,
cerrando el siglo en la niñez mañana.
Aus dem Exil kam er herbeigezogen,
der junge König, den das Land ersehnte,
indes der Krieg, der in den Bergen dröhnte,
verstummt’ und glättete die wilden Wogen.
Er brachte Frieden auf die müde Erde,
schlug den Carlisten in der letzten Schlacht,
und hat dem Staat die Ordnung neu gebracht,
befreit von wilder, kriegrisch-roher Gebärde.
Doch die Tragödie, die im Dunkeln lauert,
raubt’ ihm Mercedes, seine junge Braut,
und brach sein Herz nach nur fünf kurzen Monaten.
Ein helles Licht, das viel zu früh betrauert:
Die Schwindsucht hat sein Lebensglück verblaut,
er starb, noch eh die reifen Jahre nahten.
Alfonso XIII, el fin de la corona
Nació monarca en la cuna vacía,
heredero de un siglo agonizante,
que vio perder el mapa del levante
y el viejo imperio que la mar cubría.
Buscó la gloria en la africana arena,
mas el desastre del Annual sangriento
llenó las calles de dolor y viento,
y el trono se tiñó de sombra y pena.
Unió su cetro al sable del dictador,
creyendo así frenar la primavera
de un pueblo que la voz ya levantaba.
Mas la caída del audaz general
rompió el escudo de su dinastía,
y el triste exilio en Roma lo esperaba.
Als König schon in Wiegen aufgenommen,
Erbe des Reiches, das im Sterben lag,
er sah der Kolonien letzten Tag,
als Kubas Sterne am Horizont verglommen.
Er sucht’ den Ruhm im heißen Wüstensande,
doch das Desaster von Annuals Gefechten
bracht’ Tod und Schande jenen Streitkräften,
und goss tief’ Trauer über Spaniens Lande.
Er gab dem Säbel des Diktators Recht,
um zu erstick'n den Ruf nach neuen Wegen
von einem Volk, das nach der Freiheit strebte.
Doch als Primo de Riveras Macht zerbrach,
fiel auch die Krone in den Staub darnieder,
indes das Volk im Ruf „Republik!“ erbebte.
Juan Carlos I, de la luz a la sombra
Surgió del manto de la dictadura,
mas trajo al pueblo la palabra libre;
hizo que el pulso de la patria vibre
bajo el amparo de la ley segura.
Frente a las armas del cuartel traidor,
en aquella noche de los hombres grises,
salvó el destino de sus cien países,
ganando el nombre de gran timonero.
Décadas de oro y de respeto hermano
coronaron la marcha del Estado,
mientras España al mundo se abría.
Mas el ocaso fue inclemente y llano:
por los errores de un error pasado,
dejó la copa que el dolor hundía.
Er stieg empor aus des Diktators Schatten,
doch bracht' er seinem Volk das freie Wort;
er trug den Geist der neuen Ordnung fort,
damit des Reiches Bürger Rechte hatten.
Als jene Nacht des Umsturzs wild entbrannte
und graue Männer hielten das Parlament,
da hat er mutig sich zum Recht bekennt,
weshalb das Volk ihn seinen Retter nannte.
Des Wohlstands Jahre und der Freiheit Glanz
begleiteten des Staates neue Bahnen,
indes das Land der Welt sich stolz empfahl.
Doch nahm das Ende ihm den Kronenkranz:
Durch späte Fehler und der Ahnen Ahnen
wich er vom Thron und trank den Kelch fatal.
Felipe VI, el rey de la templanza
Llegó al palacio en hora de tormenta,
con el deber de rescatar la planta
de una corona que el dolor espanta
y que el rigor del pueblo hoy alimenta.
"El Preparado" guía el nuevo día,
buscando el norte de una luz sincera,
limpiando el oro de la vieja era
con mano firme y alta hidalguía.
Frente al clamor que dividió el suelo,
en el octubre de la herida abierta,
puso la ley y el orden por bandera.
Sostiene el trono con humilde celo,
mientras la herencia del mañana alerta
mira a Leonor, futura heredera.
Er kam zum Thron in stürmisch-schweren Zeiten,
mit der Pflicht, der Krone Glanz zu retten,
die tief verstrickt in alten Sündenketten,
nach neuem Recht und Würde musst' ausschreiten.
„Der Vorbereitete“ lenkt des Staates Wagen,
er sucht das Licht in einer neuen Klarheit,
reinigt das Erbe mit dem Geist der Wahrheit,
um Spaniens Schild mit Stolz emporzutragen.
Als im Oktober wilder Zwist entbrannte,
und Katalonien brach des Reiches Schranken,
da sprach er mutig für das Recht der Ahnen.
Er wahrt das Amt mit klarem, festem Verstande,
indes des Schicksals Blicke nicht mehr wanken:
Leonor reift heran unter den Fahnen.
Leonor I, la promesa del mañana
Gira la historia con su rueda viva,
y en tu figura el porvenir se asienta,
lejos del ruido de la vieja afrenta,
como una rama de la verde oliva.
Juró tu voz la ley constitucional,
fiel heredera de una estirpe clara,
que en los cuarteles y en la mar templara
su juventud de porte soberal.
Serás la reina de una nueva España,
la que camina con el siglo unida,
limpio el escudo de la antigua herida.
Con sencillez y con moderna hazaña,
guías el rumbo de la patria erguida,
hacia la luz de una corona viva.
Es dreht die Zeit des Schicksals großes Rad,
in deiner Hand liegt, was die Zukunft webt,
fern von dem Zwist, der einst das Reich belebt',
schreitest du mutig auf dem neuen Pfad.
Dein Schwur erklang für das Verfassungsrecht,
als stolze Erbin einer lichten Reihe,
die in der Armee sich mit Fleiß und Treue
gibt für das Wohl von Spaniens neuem Geschlecht.
Du wirst die Königin von morgen sein,
vereint mit einer Zeit, die vorwärts strebt,
wo alter Schatten nicht mehr wiederauflebt.
In deiner Würde, modern und rein,
wird Spaniens Banner in das Licht gehoben,
vom treuen Geist der Zukunft neu umwoben.